Rezept für schöne Augenblicke … – Impuls 2016 – 4

Claudia VelzImpulse (Blog)Leave a Comment

Der Blick vom eigenen Bauchnabel hinauf …

… in ein Gesicht, in ein Augenpaar eines Mitmenschen mit Einblick in die Seele des anderen, ein Augenblick, ein kurzer Moment voller Möglichkeiten … Eine neue Perspektive, eine neue Wahrnehmung, ein neuer Blick auf meine Welt …

Wenn Menschen nur um ihren eigenen Bauchnabel drehen in allem, was sie sagen und tun, wenn sie Aufmerksamkeit suchen auf egal welchem Weg, wenn sie gar keinen Blick mehr für ihr Gegenüber haben und Empathie nur das ist, was sie selbst erhalten wollen, aber nicht geben können, dann geht es ihnen meiner Meinung nach im Allgemeinen richtig mies.

Wenn eine Pflanze die Blätter hängen lässt, dann pflegen wir sie, wir geben ihr Wasser, Dünger, vielleicht einen neuen Platz, mit dem was sie am Licht und Temperatur braucht, um sich wieder wohlzufühlen. Auch Menschen müssen manchmal gedüngt und mit Sonne beschienen werden, damit sie wieder aufblühen können. Es wäre natürlich schön, wenn wir alle immer wieder mal ein Kompliment, eine kleine Bonus-Aufmerksamkeit verschenken könnten, einfach so, weil es Freude macht, zu düngen, zu schenken, zu geben, … Und vielleicht sollten wir auch einfach  nicht darauf warten, dass der andere damit anfängt.

Geben ist ein wundervoll großartiges Rezept, um Glücksmomente und überraschend schöne Augenblicke zu erleben.

Bewusst einem anderen Freude machen, legt den Fokus augenblicklich weg vom eigenen Bauchnabel (und oftmals von eigenem Leid, von eigenen Schmerzen, von eigener Rat- und Hilflosigkeit, …) auf einen anderen Menschen, in  ein anderes Augenpaar, in ein anderes Herz.

Sich täglich kurz die Frage stellen, wem ich heute eine liebevolle Überraschung machen, wem ich ein liebes Wort sagen, ein Lächeln schenken, wem einen Kakao spendieren, wem einen „Ich-hab-dich-lieb-Zettel“ an den Kühlschrank heften könnte, hebt den Blick vom ICH zum DU und macht allein in unserer Vorstellung die Gedanken heller, fröhlicher, lebendinger …

Und wenn einem gar nichts zu geben einfällt, dann finde ich persönlich, dass die liebevoll interessierte offene Frage „Wie geht es dir?“ mit genügend Zeit und Raum zur ehrlichen Antwort gut tut. Das ist aber mein persönliches Empfinden, das muss nicht für jeden wirklich angenehm sein. Vertraut eurer Intuition.

Jeden Tag diese einfache Übung „was kann ich heute geben, verschenken?“ IMG_5212zur Trainingseinheit zu machen, zum Ritual, zur wundervollen Gewohnheit, zum normalsten der Welt, bringt Sonne in unser aller Leben.

Und ich bedanke mich hiermit nochmals und immer wieder für all diese liebevollen Sonnen in meinem Leben, die immer da sind, die Höhen und Tiefen auf dem Karussell des Lebens begleiten, die mir ein Lächeln schenken und Fehler verzeihen, die zuhören, die ihre Meinung mit mir teilen, die mir Kakao, Plätzchen oder Smoothies spendieren, die mich immer wieder von meinem eigenen Bauchnabelblick weglocken, die ihre Zeit mit mir teilen, die mich einfach liebevoll interessiert fragen, wie es mir gerade geht …

 

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